Während unser Riesling durch seine spritzige Säure und kühle Mineralität besticht, zeigt sich der Grauburgunder von einer runderen, weicheren Seite. Er profitiert enorm von den tiefgründigen Böden unserer Region. Hier können die Reben jene Nährstoffe sammeln, die dem Wein später seinen typisch vollmundigen Körper und seinen zarten Schmelz verleihen.
Im Glas leuchtet der Grauburgunder in einem zarten Gelb. Schon beim Hineinriechen entfaltet sich ein einladendes Bouquet: Aromen von etwas Birne, saftiger Honigmelone und ein Hauch von gerösteten Nüssen. Am Gaumen präsentiert er sich herrlich cremig.
Unsere Weinberge stehen auf reinem Schiefer. Dieser karge, dunkle Stein erfüllt gleich zwei essenzielle Aufgaben:
- Natürliche Fußbodenheizung: Der Schiefer nimmt tagsüber die Sonnenwärme auf und gibt sie in den kühlen Nachtstunden langsam an die Reben ab. Das schützt vor extremen Temperaturschwankungen.
- Typische Mineralität: Durch die karge Bodenstruktur müssen die Reben tief in die Gesteinsrisse dringen, um Wasser und Nährstoffe zu finden. Da her stammt die animierende Frische, der präzise Schmelz und die kühle, schiefrige Tiefe.
Und selbst dort, wo das Gelände sanfter abfällt und der Einsatz von Maschinen theoretisch möglich wäre, bleibt Handarbeit für uns eine bewusste Entscheidung. Wir verzichten in unseren flacheren Parzellen gezielt auf schwere Technik: So schützen wir das sensible Bodengefüge vor Verdichtung, fördern die natürliche Belüftung der Erde und geben jedem einzelnen Rebstock genau die individuelle Aufmerksamkeit, die er für Spitzenqualität braucht.

